Das Gebiet des Oberrheins

Panorama Upper Rhine Valley
Panorama Upper Rhine Valley

Das Gebiet des Oberrheins - von der Pfalz über Baden und das Elsass bis in die Nordwestschweiz

Die Region Oberrhein umfasst das deutsch-französisch-schweizerische Grenzgebiet und setzt sich aus dem Elsass, der Nordwestschweiz, einem Teil der Südpfalz und einen Teil von Baden zusammen.

Mit sechs Millionen Einwohnern, einer Wirtschaftskraft von 202 Milliarden Euro, die deutlich über dem westeuropäischen Gesamtdurchschnitt liegt, und einer Fläche von 21.5000 km² verfügt der Oberrhein über ein Potenzial, das es ihm ermöglicht, zu einem der regionalen Wirtschaftszentren Europas zu werden.

Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Tourismus

Die Wirtschaft am Oberrhein verfügt über technische und wissenschaftliche Kompetenzen und führende Unternehmen in den Bereichen Life Sciences, Kommunikationstechnik und in den Zukunftsbranchen Nanotechnologie und Photonik. Zahlreiche weltweit agierende Unternehmen von internationalem Ruf sind am Oberrhein angesiedelt, denn dieser Raum ist international ausgerichtet und bietet hochqualifizierte, an renommierten Universitäten ausgebildete Arbeitskräfte. Touristen schätzen den Oberrhein aufgrund seiner Landschaften und kulturellen Sehenswürdigkeiten. 

Elsass, Südpfalz, Baden und die Nordwestschweiz

Das Elsass und Baden, beide annähernd gleich groß, nehmen zusammen mit 76 % den größten Anteil der Gesamtfläche ein. Das übrige Viertel der Fläche verteilt sich auf die Südpfalz (7 %) und die Nordwestschweiz (17 %) mit den fünf Kantonen Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Aargau, Jura und Solothurn. Von stark bewaldeten Gebirgsmassiven umgeben – vom Schwarzwald im Osten, von den Vogesen im Westen, vom Pfälzerwald im Norden und von einem Teil des Juras im Süden, sind diese Gebiete zu 43% mit Wäldern bedeckt. Für die landwirtschaftliche Nutzung stehen 41 % der Gesamtfläche des Oberrheingebiets zur Verfügung. 3 % des Gebietes setzen sich aus Wasserflächen und sonstigen, nicht nutzbaren Flächen zusammen. Die verbleibenden 13 % werden von Siedlungsflächen- und Verkehrswegen beansprucht.

Die Bevölkerungsdichte der insgesamt 1 807 Gemeinden im Oberrheingebiet liegt – trotz eines hohen Anteils von Gebirgsflächen – im Durchschnitt bei immerhin 277 Einwohnern je km². Die sehr hohe Bevölkerungsdichte der Nordwestschweiz (385 Einwohner je km²) ist auf die starke Verdichtung im Ballungsraum Basel zurückzuführen; an zweiter Stelle folgt das badische Gebiet mit 299 Einwohnern je km². Deutlich dünner besiedelt sind das Elsass (222 Einwohner je km²) und die Südpfalz (200 Einwohner je km²). Dennoch liegen auch diese Werte jeweils über den entsprechenden Durchschnittswerten für Frankreich, die Schweiz oder die EU-28 insgesamt.

Privilegierte geostrategische Position

Auf der Achse London-Mailand gelegen, an der Verbindungsstelle zwischen Nord- und Südeuropa sowie dem deutschen und romanischen Sprachraum befindet sich der Oberrhein in einer privilegierten geostrategischen Position. Dank seiner günstigen Lage an der Schnittstelle der zentralen europäischen Ost-West- sowie Nord-Süd-Verkehrsachsen bestehen gute Verbindungen zu umliegenden Wirtschaftszentren (Frankfurt, München, Stuttgart, Zürich, Lyon, Paris, ...). Dies ist ein Garant für überdurchschnittlich gute Erreichbarkeit, Attraktivität und damit auch ein entscheidender Wachstumsfaktor.

Verkehrswege und Transportnetze

Darüber hinaus verfügt der Oberrhein über dichte Autobahn-, Straßen- und Eisenbahnnetze sowie über zahlreiche Flughäfen, deren Angebote bei Touristen und Geschäftsreisenden noch stärker als bisher vermarktet werden können. Mit dem historisch und kulturell symbolträchtigen Rhein als europäische Hauptverkehrsachse und wichtige Handelsader verfügt der Raum weiterhin über einen ganz wesentlichen Trumpf, etwa im Hinblick auf die außerordentlichen, noch nicht ausgeschöpften Entwicklungspotenziale für den Güterverkehr auf dem Wasserweg.

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