Die Entwicklungsstrategie der Trinationalen Metropolregion Oberrhein

Eisenbahn
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Gestützt auf die Dynamik, die durch die im Januar 2008 auf dem 11. Dreiländerkongress unterzeichnete Erklärung von Straßburg ausgelöst wurde, als auch auf die am Oberrhein eingeleiteten Maßnahmen und die von den verschiedenen Säulen durchgeführten Arbeiten, haben deren Vertreter eine Entwicklungsstrategie verfasst.

Ein Fahrplan zum Erfolg: Vier Säulen für neue Dynamik am Oberrhein

Die Entwicklungsstrategie stellt einen „Fahrplan“ zur Erreichung der gemeinsamen Ziele der TMO dar. Diese Strategie ist ein gemeinsames Dokument der vier tragenden Säulen der Metropolregion und bildet die Grundlage für die Umsetzung des Konzeptes Trinationale Metropolregion Oberrhein. Sie wurde als Ausgangspunkt für weiterführende Arbeitsprogramme und Vereinbarungen zwischen den verschiedenen Partnern konzipiert und soll die erfolgreiche Durchführung gemeinsamer Projekte sowie die Entstehung neuer Dynamiken am Oberrhein ermöglichen.

Hauptschwerpunkte für die Säule Politik

Die Säule, der die traditionellen Kooperationspartner (Oberrheinkonferenz und Oberrheinrat), die Eurodistrikte und das Städtenetzwerk angehören, 

  • trägt zur Vereinfachung der inter-institutionellen Koordinierung bei, indem sie eine effizientere Verwaltung durch eine stärker integrierte Kommunikation sicherstellt.
  • Weiterhin entwickelt sie Vorschläge für eine transparentere Verteilung der Zuständigkeiten zwischen den Entscheidungsstrukturen und –instanzen.
  • Ziel ist eine Erörterung des jetzigen Governance-Systems im Hinblick auf eine sachgerechtere und effizientere Funktionsweise, die die Förderung des Oberrheins gewährleisten kann. 

Hauptschwerpunkte für die Säule Wirtschaft:

Die Säule Wirtschaft will insbesondere zur Entwicklung einer wettbewerbsfähigen, nachhaltigen Wirtschaft beitragen, die auf der Innovation und Komplementarität ihrer Akteure basiert. So arbeiten die Vertreter der Wirtschaft (inklusive Handelskammern, Handwerkskammern, Entwicklungsagenturen, Cluster, usw.) insbesondere daran:

  • ein nachhaltiges Wachstum zu erreichen, 
  • die Einrichtung von grenzübergreifenden Clustern zu fördern, 
  • die Schaffung von Arbeitsplätzen auf einem besser integrierten Arbeitsmarkt zu unterstützen, 
  • die Zusammenarbeit im Tourismusbereich zu fördern, 
  • wirtschaftliche Kooperationen in den Zukunftssektoren wie dem Green Tech-Bereich weiter auszubauen, 
  • die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft des Oberrheins zu steigern 
  • und eine gemeinsame wirtschaftliche Vermarktung auf europäischer und internationaler Ebene zu gewährleisten.

Hauptschwerpunkte für die Säule Wissenschaft:

Die Säule Wissenschaft, welcher Universitäten, Hochschulen und Forschungszentren angehören, zielt auf die folgenden Punkte: 

  • Die Weiterentwicklung des Oberrheins zur „Innovations- und Wissensregion“, gemäß der Definition in der Gemeinsamen Erklärung zum 12. Dreiländerkongress vom 2. Dezember 2010.
  • Die Vernetzung aller Akteure, um die Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation zu stärken, Forschung und Innovation sowie den Technologie- und Wissenstransfer zu fördern und den Oberrhein auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene zur „Exzellenzregion“ zu entwickeln.
  • Ziel ist es, bis zum Jahr 2020 unter den wissensbasierten grenzüberschreitenden Wirtschaftsräumen Europas der dynamischste zu sein.

Hauptschwerpunkte für die Säule Zivilgesellschaft

Die Säule Zivilgesellschaft gründet auf den Arbeiten der „Trinationalen Bürgerforen“ und verbindet Bürger miteinander, die an der grenzüberschreitenden Problematik interessiert sind, weiterhin Vereine, Verbände und Stiftungen des Privatsektors sowie offizielle Institutionen. Sie zielt vor allem auf: 

  • die Schaffung einer „Grenzregion der Bürgerinnen und Bürger“ unter Einbeziehung der Erfahrungen, Meinungen und Vorschläge der BürgerInnen der verschiedenen Regionen des Oberrheingebietes;
  • sowie die Entwicklung eines Zugehörigkeitsgefühls zu einem gemeinsamen Lebensraum. 

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