Cretu: INTERREG muss einfacher und effizienter werden

20.06.2018, 11:25

Die Programme der europäischen territorialen Zusammenarbeit, auch bekannt als INTERREG, müssen neugestaltet und gestrafft werden. Sie sind fragmentiert und werden oft durch Bürokratie und nationale Grenzen behindert, erklärte Regionalkommissarin Corina Crețu bei einer Veranstaltung im EU-Parlament.

Der EU-Haushalt finanziert derzeit mehr als 100 verschiedene grenzüberschreitende Programme, die von unterschiedlichen Verwaltungsbehörden in ganz Europa durchgeführt werden und nahezu alle Grenzgebiete zwischen EU-Mitgliedstaaten oder zwischen Mitgliedstaaten und Nicht-EU-Ländern abdecken.

 

Die Programme der territorialen Zusammenarbeit sind derzeit fragmentiert und überschneiden sich in vielen Fällen, „insbesondere in Meeresgebieten, wo einige transnationale und grenzüberschreitende Programme dasselbe geografische Gebiet abdecken,“ sagte Crețu. Sie kündigte somit bedeutende Änderungen im Aufbau von INTERREG an.

 

Reformvorschlag


Der Reformvorschlag, der aktuell in der Generaldirektion Regionalpolitik und Stadtentwicklung der EU-Kommission erarbeitet wird, werde diese Zersplitterung verringern, ohne die lokale Dimension der Zusammenarbeit zu gefährden, so die Kommissarin.
Hauptziel sei die Vereinfachung der Prozesse -Verwaltungs- und Kontrollsysteme-, welche das Vertrauen zwischen den einzelnen am Programm teilnehmenden Behörden und den europäischen Institutionen wiederherstellen soll.

 

Dieser Vorschlag entspricht den Forderungen des Parlaments und des Ausschuss der Regionen. Diese hatten spezifische Maßnahmen zur Berichterstattung, Rechnungsprüfung, Harmonisierung der Verfahren oder Aufstockung der Mittel empfohlen.

 

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