Wirtschaftliche Situation des Oberrheins

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Der Oberrhein im Herzen der „Blauen Banane”, des sich von London bis Mailand erstreckenden prosperierenden europäischen Industrie- und Dienstleistungsraums, ist als Transitgebiet prädestiniert für Handel und als Wirtschaftsstandort.

Wirtschaft

Infrastrukturell ist die Region mit einem hochentwickelten Straßen-, Autobahn- und Schienennetz und dem Rhein als einer der großen internationalen Wasserstraßen hervorragend ausgestattet. Zahlreiche internationale Konzerne haben sich ebenso wie eine Vielzahl mittelständischer Unternehmen am Oberrhein niedergelassen und nutzen die direkten Beförderungsmöglichkeiten auf dem Rhein zu den Seehäfen an der Nordsee. Das Oberrheingebiet bietet eine Vielzahl von wirtschaftlichen Vorteilen: ein breites Spektrum an Gewerbeansiedlungen, häufig mit hohem Wachstumspotenzial, eine Vielzahl von Industriestandorten, hochentwickelte Dienstleistungsbranchen (Handel, Banken, Versicherungen) sowie sinnvolle Einsatzmöglichkeiten von Know-how und Fachkompetenz. Mit BioValley hat der Oberrhein ein weltweit bekanntes Cluster im Bereich der Life-Sciences. Bezogen auf die Wettbewerbsfähigkeit wird in der Schaffung einer Trinationalen Metropolregion Oberrhein ein Weg gesehen, die Stellung des Oberrheingebiets im europäischen und internationalen Vergleich zu stärken. Die Wirtschaftsförderungsagenturen am Oberrhein tragen aktiv zur internationalen Imagegestaltung bei.

Raumordnung und Transport

Für die Entwicklung des Oberrheinraumes ist eine gemeinsame und abgestimmte Raumordnung von besonderer Bedeutung. Sie verfolgt eine mit den europäischen Zielsetzungen abgestimmte Politik des territorialen, wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts und der internationalen Wettbewerbsfähigkeit, die auf einer nachhaltigen Entwicklung basiert. Die funktionalen Verflechtungen zwischen den Städten und ihrem Umland erfordern eine Zusammenarbeit, um die Region insgesamt zu stärken. Insbesondere unter Federführung der Oberrheinkonferenz werden von deutscher, französischer und Schweizer Seite Studien erstellt und Zielsetzungen definiert, die auf die Schaffung eines raumplanerisch abgestimmten und kohärenten Raums am Oberrhein ausgerichtet sind. Hierzu wurde das Geographische Informationssystem für das Gebiet des Oberrheins (GISOR) entwickelt. Es handelt sich dabei um eine Datenbank mit geographischen Daten zum Oberrheingebiet, mit der die Voraussetzungen für eine bessere gemeinsame Raumplanung geschaffen werden. Die Einbindung in die europa- und weltweiten Verkehrs- und Kommunikationsnetze hat für die künftige Entwicklung eine zentrale Bedeutung. Zur Verbesserung der regionalen Infrastruktur wurden in jüngerer Zeit neue grenzüberschreitende Brückenverbindungen gebaut. Weitere, wie die neue Eisenbahnverbindung über den Rhein bei Kehl, sind in Planung. Grenzübergreifende Bus- und Bahnverbindungen und gemeinsame Verbundtarifsysteme machen den Bürgern im Oberrheingebiet den Alltag leichter.

Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt im Oberrheingebiet zeichnet sich angesichts der Herausforderungen unserer Zeit durch eine Vielzahl von Pluspunkten aus. Die Arbeitslosenquote liegt in den Teilräumen der Grenzregion jeweils unter dem nationalen Durchschnitt, die grenzübergreifende Mobilität ist ausgeprägt und es stehen hoch qualifizierte und zum Teil zwei- bzw. mehrsprachige Arbeitskräfte zur Verfügung. Der Oberrheinraum besteht aus drei nationalstaatlichen Teilräumen und verfügt über eine EU-Binnengrenze zwischen Deutschland und Frankreich sowie eine Außengrenze mit der Schweiz. Kennzeichnend sind ebenso die zwei Sprachen Französisch und Deutsch wie das Aufeinandertreffen verschiedener Rechts- und Verwaltungssysteme und unterschiedlicher Kulturen. Dies bedingt umfassende Bemühungen um Koordination in der Beschäftigungs- und der Bildungs- und Ausbildungspolitik. Die Förderung von Mobilität und Beschäftigung über die Grenzen hinweg liegt gleichermaßen im Interesse der Bürger und Unternehmen.

Umweltschutz, erneuerbare Energien, nachhaltige Landwirtschaft

Umwelt- und Naturschutz sowie vorsichtige und nachhaltige Ressourcenbewirtschaftung sind am Oberrhein von besonderer Bedeutung. Luft, Grundwasser und Ökosysteme kennen keine Staatsgrenzen. Die Bemühungen um Erhalt und Wiederherstellung der natürlichen Ressourcen finden am Oberrhein in der Tätigkeit verschiedener Organisationen sowie in der Umsetzung von Protokollen und grenzübergreifenden Projekten ihren Niederschlag. Zahlreiche Projekte wie erneuerbare Energien, Grundwasserschutz, Luftreinhaltung, nachhaltige Landwirtschaft und Ökotourismus sind Beispiele für die langjährige Zusammenarbeit.

Tourismus

An Sehenswürdigkeiten und Erlebenswertem hat das Oberrheingebiet viel Interessantes und Hochwertiges zu bieten. Hochkarätige Reise- und Ausflugsziele, europäisches und internationales Flair, eine abwechslungsreiche Landschaft zwischen Weinbergen und Flussebene, Spitzengastronomie und Thermalbäder sind nur einige der Gründe, die jedes Jahr mehr als 10 Millionen Gäste zu einem Besuch im Oberrheingebiet veranlassen. Das Angebot im Fremdenverkehr wird auch grenzüberschreitend entwickelt und beworben, was die Wettbewerbsfähigkeit der Grenzregion am Oberrhein stärkt. Es wurden zahlreiche gemeinsame Werbekampagnen konzipiert und Infrastrukturprojekte für den Fremdenverkehr ins Leben gerufen, wie zum Beispiel grenzüberschreitende Radwege.

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