Strategie

Autobahndreieck  / Copyright Région Alsace / Rothan-Airdiasol
Autobahndreieck / Copyright Région Alsace / Rothan-Airdiasol

Dem Standort Oberrhein mit seiner Lage am Kreuzungspunkt herausragender europäischer Verkehrsachsen in Nord-Süd Richtung zwischen Mailand und Rotterdam und in Ost-West Richtung mit der „Magistrale für Europa“ sowie die Nähe zur Nord West Schweiz als einem wirtschaftsstarken EU-Drittland kommt eine bedeutende Scharnierfunktion zwischen exportstarken europäischen Metropolregionen und als Exportdrehscheibe zu den globalen Handelspartnern Europas zu.

Weiterhin besitzt diese Region ein breites Spektrum traditioneller und zukunftsweisender Branchen, eine arbeitsteilige Mischung global agierender Großunternehmen und hoch produktiver und innovativer mittelständischer Betriebe, und Arbeitskräfte mit einem hohen Ausbildungsstand. Diese verschiedenen Elemente sind Träger einer im langjährigen Vergleich überdurchschnittlichen wirtschaftlichen Entwicklung der Gesamtregion. Die bereits bestehende grenzüberschreitende Vernetzung des Wirtschaftsraums wird durch die 90.000 Pendler unterstrichen, die täglich ihren Arbeitsplatz auf der anderen Seite der Grenzen aufsuchen. Eine gut entwickelte Tourismusbranche mit vielfältigen Angeboten in den Bereichen Kultur, Natur, Freizeit, Wellness und savoir vivre erschließt schon heute beispielhaft die Synergien einer Region, die von unterschiedlichen Sprachen, Kulturen und Lebenseinstellungen geprägt wird, ohne dabei ihre gemeinsame Kultur und Geschichte zu vergessen. Sie prägt zugleich das positive und weltoffene Bild der Region, die High Tech und Lebensqualität miteinander zu verbinden versteht. Die Nähe regionaler Metropolen zu attraktiven Landschaftsräumen sowie günstige klimatische und geologische Ausgangsbedingungen sind inzwischen auch die Grundlage für die Entwicklung der rasch wachsenden Branche für erneuerbaren Energien, die in Verbindung mit namhaften Forschungseinrichtungen den Oberrheinraum zu einer „grünen“ Region machen.

Nachhaltige, ganzheitliche Zukunftsentwicklung

Mit seinen Schwerpunkten Clusterförderung, integrierte Arbeitsmarktpolitik, Tourismusförderung und Entwicklung einer nachhaltigen Wirtschaft entwickelt die Trinationale Metropolregion Oberrhein ihre eigenen Stärken durch eine langfristige grenzübergreifende Vernetzung gezielt weiter, um einen zusätzlichen Mehrwert zu den existierenden europäischen, nationalen und regionalen Strategien zu schaffen. Die Verstärkung dieser inhaltlichen Schwerpunkte wird begleitet durch Maßnahmen für eine Verbesserung der Außendarstellung der Region und ihrer Unternehmen auf den internationalen Märkten und die Entwicklung einer Governance, die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger und -strukturen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft eng miteinander verzahnt und so schnelle, effiziente und an einer ganzheitlichen regionalen Zukunftsentwicklung orientierte Entscheidungswege eröffnet.

Im November 2010 haben die Akteure des Oberrheins die Strategie „Gemeinsam handeln und gestalten“ verabschiedet. Sie ist eine Art Fahrplan für die Erreichung der gemeinsamen Ziele der Metropolregion. Für die Säule „Wirtschaft“ der TMO zielt ist die Entwicklung einer wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Wirtschaft.

Hauptschwerpunkte dieser Strategie sind:

  • Die vorhandenen industriellen Cluster wie Life-Sciences, Automotive, Information und Kommunikation sowie Kreativ- und Freizeitwirtschaft durch gezielte grenzüberschreitende Vernetzung weiter auszubauen. (Beispielhafte Projekte: Biovalley, IT2Rhine, Clusterforum Oberrhein, Metrodialog)
  • Die Entstehung neuer Arbeitsplätze in einem integrierten Arbeitsmarkt zu unterstützen, um das Arbeitskräftepotenzial des Oberrhein für die Eigenentwicklung abzusichern. (Beispielhafte Projekte: EuresT, Euregiozertifikat, bi- und trinationale Studiengänge, grenzüberschreitende Ausbildungsangebote)
  • Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Tourismus weiterzuentwickeln, zur verbesserten Vermarktung der Gesamtregion (Beispielhafte Projekte: Upper Rhine Valley, Region der Sterne)
  • Die Förderung einer umweltfreundlichen und nachhaltigen Wirtschaft (Beispielhafte Projekte: Energivie, Trinationales Energie-Netzwerk, ITADA Foren)
  • Eine gemeinsame Wirtschaftsförderung auf europäischer und internationaler Ebene (Beispielhafte Projekte: Verbreitung des TMO-Logos, gemeinsames TMO-Marketing, gemeinsame Messeauftritte).

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