Nationale Forschungsförderorganisationen

Europa-Parlament Strasbourg / Copyright Badias / Architecture-studio/ Région Alsace
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Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft ist die zentrale Selbstverwaltungseinrichtung der deutschen Wissenschaft. Ihr Ursprung geht in die 1920er Jahre zurück. Heute ist die DFG als privatrechtlicher Verein organisiert. Förderbescheide werden nach dem bottom-up-Prinzip vergeben. Über die Bewilligung der von WissenschaftlerInnen oder Hochschulen gestellten Förderanträge entscheiden Vertreter der Gremien, Kommissionen und Ausschüsse, darunter mehrere Hundert Wissenschaftler als Vertreter ihrer Fachdisziplinen. Die Themen werden dabei von den WissenschaftlerInnen selbst ausgewählt.

Die DFG bietet eine breite Palette an Forschungsförderprogrammen. Im Vordergrund der Projektförderung der DFG steht die Grundlagenforschung. Besondere Aufmerksamkeit schenkt die DFG der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Chancengleichheit für WissenschaftlerInnen. Mit einem Jahresbudget von 2,3 Milliarden Euro, das sich hauptsächlich aus Mittel von Bund und Ländern zusammensetzt, unterstützt die DFG alle Fachdisziplinen und Wissenschaftsbereiche und ist somit die größte Förderorganisation für universitäre Forschung in Deutschland.

Anträge auf Förderung von Verbundprojekten können in den meisten Fällen jederzeit und zu allen Themengebieten gestellt werden. Mit Ausnahme der Schwerpunktprogramme sind sie nicht an Projektaufrufe gebunden. In der Regel fördert die DFG Verbundprojekte über eine Dauer von vier bis zu 12 Jahren.

Die DFG bietet im Bereich der Verbundforschung die folgenden Förderinstrumente an:

Schwerpunktprogramme

Sonderforschungsbereiche

Graduiertenkollegs

Forschergruppen

DFG-Forschungszentren

Klinische Forschergruppen

Kolleg-Forschergruppen

 

 

Die DFG investiert in den Oberrhein

Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Aktuell fördert die DFG über 30 Verbundprojekte am KIT im Rahmen von Sonderforschungsbereichen, Schwerpunktprogrammen, Graduiertenkollegs, Forschergruppen und einem Forschungszentrum. Diese drittmittelfinanzierten Verbundprojekte lassen thematische Schwerpunkte in den Ingenieur- und Naturwissenschaften erkennen.

DFG- Forschunggruppen am KIT

DFG- Sonderforschungsbereiche am KIT

 

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

An der Universität Freiburg werden aktuell 30 Verbundprojekte durch Sonderforschungsbereiche, Schwerpunktprogramme, Graduiertenkollegs, Forschergruppen und Klinische Forschergruppen der DFG gefördert. Die Wissenschaftsbereiche sind dabei breit gefächert, wobei die Projekte in den Lebenswissenschaften überwiegen.

Forschungseinrichtungen an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

 

Universität Koblenz-Landau, Campus Landau

Auch Verbundprojekte an der Universität Landau werden durch Drittmittel der DFG gefördert. Aktuell bestehen eine DFG-Forschergruppe im Bereich der Lebenswissenschaften und ein Graduiertenkolleg im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften.

Forschung an der Universität Koblenz-Landau

 

 

Schweizerischer Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF)

Der 1952 als privatrechtliche Stiftung gegründete Schweizerische Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung ist die wichtigste Forschungsfördereinrichtung der Schweiz. Mit einem jährlichen Fördervolumen von 700 Millionen Schweizer Franken fördert der SNF Grundlagenforschung in allen Wissenschaftsbereichen, wobei die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses eine besondere Stellung einnimmt. Der SNF bietet Forschenden eine breite Palette von Förderinstrumenten. Verbundprojekte werden im Rahmen der Nationalen Forschungsprogramme und der Nationalen Forschungsschwerpunkte gefördert, bei denen thematische oder konzeptionell-organisatorische Rahmenbedingungen vorgegeben sind.

 

Der SNF fördert Verbundprojekte mittels der folgenden Programme:

Nationale Forschungsprogramme (NFP)

Nationale Forschungsschwerpunkte (NFS)

 

Neben den Nationalen Forschungsschwerpunkten und den Nationalen Forschungsprogrammen bietet der Schweizer Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung noch ein weiteres Förderinstrument der Verbundforschung an:

Sinergia

 

Der SNF investiert in den Oberrhein

Universität Basel

Die Universität Basel ist aktuell an ca. 20 Verbundprojekten mit einem Gesamtfördervolumen von über 85 Millionen Euro beteiligt, die durch die Förderprogramme Sinergia und Nationale Forschungsschwerpunkte des SNF getragen werden. Die Mehrzahl dieser Forschungsprojekte liegt im Bereich der Lebenswissenschaften.

Fachhochschule Nordwestschweiz

Auch an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) werden aktuell 3 Nationale Forschungsprogramme durch den SNF gefördert. Mit einer Fördersumme von mehr als 1 Million Euro investiert der SNF hier in Verbundforschung in den Bereichen Umwelt-, Material- und Sozialwissenschaften.

 

 

Mithilfe der Forschungsdatenbank P3 des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) können Sie sich einen Überblick über aktuell geförderte Verbundprojekte verschaffen.

Forschungsdatenbank P3 des SNF

 

 

Agence Nationale de la Recherche (ANR)

Die nationale Forschungsförderagentur Frankreichs wurde erst 2005 gegründet und besteht seit 2007 in Form einer Anstalt öffentlichen Rechts (établissement public administratif). Sie ist die größte und wichtigste Einrichtung der französischen Forschungsförderung. Ihr Budget für Projektförderung lag im Jahr 2011 bei 728,5 Millionen Euro.

Die ANR richtet ihre Projektausschreibungen an Universitäten, öffentliche Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Sie formuliert die Themenschwerpunkte der öffentlichen Forschung. Die Forschungsthemen reichen dabei von Geistes- und Sozialwissenschaften, Biologie und Gesundheit, Umwelt und biologische Ressourcen, nachhaltige Energie über Informations- und Kommunikationswissenschaften und -technologien bis hin zu Ingenieurwissenschaften, Verfahrenstechnik und Sicherheit. Daneben bietet die ANR mit dem „programme blanc“ ein Förderinstrument ohne spezifischen Themenbereich.

Förderanträge können ausschließlich im Rahmen von Projektaufrufen gestellt werden. Projekte, die durch das themenoffene Programm gefördert werden, dienen der Grundlagenforschung während die Projekte der themenbezogenen Förderprogramme Fragen der angewandten Forschung bearbeiten.